Leasinggeschichte
Der Begriff Leasing beinhaltet das Englische Wort lease und dieses bedeutet mieten. Die Idee die hinter dem Begriff Leasing steht ist folgende: Anlagegüter sowie wirtschaftliche Güter sollten genutzt werden können, ohne diese kaufen zu müssen. Anstatt des Kaufs sollte diese gemietet werden können und der Leasinggeber bleibt Eigentümer. Bereits seid dem letzten Jahrhundert gibt es das Leasing so wie es heute praktiziert wird. Zu Beginn des Leasings bot die Fa. Bell Telephone Company die hergestellten Telefone als Leasingobjekte an, die Kunden mussten die Telefone nicht mehr kaufen. Die IBM (Remington Rand Company) folgte dem Beispiel und bot Lochkartenmaschinen in Form von Leasing an.

Zu einem späteren Zeitpunkt bekam der Bereich des Kraftfahrzeugleasings einen starken Aufschwung, denn nach dem Zweiten Weltkrieg gab es eine Knappheit an Angeboten im Fahrzeugbereich. Zur Entwicklung sowie zum Durchbruch im Bereich des Leasings führte der gestiegene Finanzbedarfs der Wirtschaft. Durch das Leasing konnten erforderliche Nettoinvestitionen für die wirtschaftliche Expansion umgesetzt werden. Die erste eingetragene Leasinggesellschaft ist die die USL (United States Leas Corporation) mit Sitz in Kalifornien. In Deutschland trat eine Arbeitsgemeinschaft unter dem Namen „Deutscher Leasing-Gesellschaften“ als Leasinggesellschaft zum ersten Mal in diesem Bereich auf. In den darauf folgenden Jahren konnten die Investitionen der Leasinggesellschaften deutlich erhöht werden. Leasingfirmen ermöglichen eine Verbesserung der Kapitalausstattung respektive eine Verbesserung der Refinanzierungsmöglichkeiten von Firmen.
Leasing bietet den Leasingnehmern verschiedene Vorteile, wie zum Beispiel die folgenden: Die Leasingraten können steuerlich voll abgesetzt werden, wenn das Leasing-Objekt steuerlich dem Leasing-Geber zugeordnet ist. Das Absetzten der Leasingraten schmälert die Steuerlast. Lediglich die Leasingraten stehen in der Bilanz und dies unter der Rubrik Betriebsausgaben, hierdurch verändern sich die Eigenkapitalquote und der Verschuldungsgrad nicht. Die Leasingrate verändert sich während der Vertragsdauer nicht und dient somit als Kalkulationsgrundlage und sie bietet eine Planungssicherheit. Die Liquidität wird durch Leasing nicht beeinflusst und somit bleibt ein breiterer finanzieller Handlungsspielraum erhalten. Die Vertragsgestaltung ist beim Leasing individuell in Bezug auf Laufzeit, Amortisations- und Zahlungsverlauf und im Bereich der Zahlungsweise, die Anpassung von verschiedenen Bedürfnissen ist beim Leasing möglich. Neben den Vorteilen gibt es beim Leasing auch Nachteile wie zum Beispiel die folgenden: Der Leasingnehmer wird nicht Eigentümer vom Objekt, sondern der Leasinggeber bleibt während der Laufzeit Eigentümer. Bei einem eventuellen Nichtnutzen des geleasten Objekts, kann der Leasingnehmer das Objekt nicht verkaufen. Während des Leasingzeitraums entstehen zum Teil hohe Kosten für die monatlichen Raten, Versicherungen, Reparaturen usw. Leasingverträge sind in der Regel während der Vertragslaufzeit nicht vorzeitig kündbar. Kommt der Leasingnehmer in Zahlungsverzug, so hat der Leasinggeber das Recht den Leasingvertrag fristlos zu kündigen, hierbei kann es auch zu Schadenersatzforderungen kommen.